Also....
Das hier musste ja mal kommen.
Die Tour ist zu Ende.
Ein Traum zerplatzt.
Vor diesem Moment hab ich ehrlich gesagt ganz schön Angst gehabt denn was schreibt man da?
„Das Konzert war toll“?
„Schiller begeistern“?
„Die Fans sind toll“?
Ich weis es nicht.
Ich will auch nicht allzu tragisch klingen – es geht ja wohl bald weiter.
Dennoch – die „Tag und Nacht“ Tour ist rum und so richtig Freude will sich darüber nicht einstellen. Es ist ein wenig so, als ob eine kleine Familie auseinandergeht. Der Vater, mit dem man nicht immer einer Meinung ist, der ältere Bruder, dem man sein Herz ausschüttet, den jüngeren Bruder, dem mit dem man gerne die ganze Nacht durch tanzt, die Cousine, die so unglaublich seelenverwandt ist, die Tante, die man ruhigen Gewissens seinen Freunden vorstellen will....
Eine endlose Reihe von Menschen, die man ab heute Abend nicht mehr so oft oder vielleicht gar nicht mehr sehen wird.
Was soll man da sagen????
Danke.
Danke für all das, was ich mit Euch erleben durfte und ich hoffe, dass sich dieser Traum wiederholt.
Gute Nacht
Tim
Was ich ja gestern schon ankündigte, folgt nun auf dem Fuße.
Moya Brennan stand mir kurz vor dem gestrigen Konzert in ihrer Garderobe Rede und Antwort.
Ich kann Euch leider wieder mal nur sehr wenige Bilder zeigen, denn wie ihr ja bereits mitbekommen haben dürftet, haben wir uns entschlossen zusätzliches Material für die Schiller DVD zu drehen. Daher sind alle Kameras für diesen Zweck eingebunden.
Dafür habe ich mich heute mal direkt an den Rand der Bühne gesetzt und schreibe quasi live die Eindrücke, die mich bewegen aufs digitale Papier. Jette sitzt grade neben mir und sagt über dieses Konzert, dass sie ein wenig traurig darüber ist, dass dies bereits die vorletzte Show ist und dass sie morgen wohl noch um einiges trauriger sein wird.

Hier war heute mein Arbeitsplatz

Euch konnte ich von dort aus auch gut sehen
Bei ihren Auftritten beginnt Jette immer weiter zu freestylen - baut hier und dort mal kleine Nuancen in ihre Lieder und gibt damit allem immer wieder eine neue Note. Auch Lichtmann Martin überlegt sich immer mehr für die LED-Wand. Ich glaube, je weiter diese Tour gehen würde, desto perfekter oder besser stimmiger würde alles wie zu einer noch festeren Einheit. Leider ist aber morgen schon alles vorbei.
Die Auftritte von Kim entwickeln sich immer mehr zu Talkshow ähnlichen Veranstaltungen.
Die Gespräche mit dem Publikum werden immer ausgedehnter – morgen werden wir wohl eine extra Stunde dranhängen müssen.....
=-)
Das Thema der heutigen Show hieß „Maultaschen“.
Dazu veranstaltete sie heute noch einen Wettbewerb. Die „Liederhalle“ ist zweigeteilt. Oben gibt es einen großen Balkon und unten den Saal. Kim wollte herausfinden, welche Abteilung lauter sei und forderte zum Jubelduell. Meine Ohren tun immer noch weh von der unglaublichen Lautstärke, die eine volle Halle vor Freude erzeugen kann.

Talkmasterin Kim
Das Schlagzeugsolo von Ralph am Ende von „Distance“ ist längst ein fester Bestanteil und Highlight jeder Show geworden. Mickeys Kniefallrate während seiner Gitarrensoli wird von mal zu mal höher – es ist als ob diese Band versuche mit aller Kraft gegen das unvermeidbare anzuspielen und vergessen zu wollen, das sie schon in zwei Tagen nicht mehr allabendlich auf einer Bühne stehen und das Gefühl genießen wird, dass ihnen tausende, begeisterte Fans entgegen bringen.

Herr der Kniefälle - Mickey

Moya ist entgültig bei Schiller angekommen. Wer sie heute erlebt hat, konnte eine deutlich, gesteigerte Lockerheit verstellen. Die wirkte auch in dem Interview, dass ich kurz vor ihrem Auftritt mit ihr führte. (Ja, richtig gelesen. Ich bin Euren Wünschen nachgekommen und morgen gibt’s Moya im Video-Interview).

Heute auf der Bühne - Morgen bereits im Interview - Moya
So viel Arbeit diese Tour auch manchmal gemacht hat, eigentlich wünscht sich jeder von uns, dass sie nicht zu ende geht. Aber wir wollen mal nicht jammern sondern uns auf morgen freuen, dann da gibt’s den großen Abschluss in München und da ich mittlerweile weiß, zu welchen Stimmungsträgern Schiller-Fans werden können, hab ich für morgen ein sehr gutes Gefühl.
Ich freu mich auf Euch und wünsche euch bis dahin noch eine gute Nacht.
=-)
Tim
P.S: Nach dem Konzert gab’s noch eine Autogramstunde – die Bilder gibt’s hier.
Wir sind zwar schon lange da, aber die Kameraaufbauten für die zusätzlichen DVD-Szenen nehmen grade sehr viel Zeit in Anspruch.
Wundert Euch nicht, dass es hier heute nicht allzu viel Konzertbericht geben wird. Nicht etwa weil das Konzert Mist gewesen wäre oder so. Vielmehr weil ich seit heute noch ergänzendes DVD Material drehe und daher einfach nur noch sehr wenig Zeit habe. Auch morgen werde ich dafür noch ein wenig Zeit opfern aber nichts desto trotz kommt hier noch eine ganz kleine Rückschau....
Zu Anfang hatte ich ein klein wenig das Gefühl, dass die Halle nicht so voll werden würde, wie ich es inzwischen von Auftritten von Schiller gewohnt bin. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Es dauerte nur etwas länger – wahrscheinlich gab es an den Türen einen kleinen Stau – das konnte ich von meiner Position nicht sehen. Auf jeden fall füllte sich die Halle zwar langsam aber stetig.
Wie ich ja heute morgen schon schrieb hatte ich auch ein wenig Sorge, dass dieses Konzert so eine „Tag nach Weihnachten“ werden würde nachdem se gestern in Düsseldorf ein so unglaublich gutes Konzert hatten. Aber auch hier wurde ich wiedermall eines Besseren belehrt. Obwohl alles viel kleiner war und bei weitem nicht so ein technischer Aufwand herrschte wie gestern, tat das der Stimmung keinerlei Abbruch.
Auf Schiller-Fans ist eben Verlass. Das wird die Band bestimmt in zwei Tagen auch unglaublich vermissen. Auf jeden Fall rockten Schiller Offenbach und Offenbach rockte zurück.
Diesmal war es ein kleiner Heimvorteil für Kim. Sie hatte noch vor einigen Jahren ganz in der Nähe gewohnt und heiterte das Publikum mit ihrem Plattdeutsch und Geschichten über Presswurst auf.
Innerhalb des Publikums mehren sich die Moya-Fans. Ihre Auftritte werden scheinbar von Tag zu Tag mehr bejubelt. Mal sehen wie das morgen aussieht.
Mehr leider heute nicht – seit nicht traurig wir lesen uns morgen.
Bis dahin gute Nacht
=-)
Tim

Nach der Show der Superlative gestern in Düsseldorf wirkt Offenbach heute wie eine kleine Erholungskur. Die Stadthalle ist wesentlich kleiner als die Philipshalle gestern wodurch die gesamte Konzertsituation wieder kompakter und publikumsnäher werden wird.
Das gestrige Konzert und die anschließende Geburtstagsfeier vom Christian hinterlassen bei allen doch noch deutliche Spuren. So mussten die Jungs von der Bühnenfraktion heute morgen den Aufbau gleich mehrfach beginnen, da das mit dem Abmessen noch nicht so ganz klappte.
Auch die Band schlurfte heute morgen noch etwas gedankenverloren in die Halle und Christopher bemerkte so ganz nebenbei das dies ja gar nicht das „Capitol“ sei. Kim meinte zu der ganzen Feierei, dass sie sich das ja nicht erlauben könne, da sie ja am nächsten Tag immerhin noch singen müsse. Da seien die Herren an den Instrumenten klar im Vorteil.
Jetzt, nach einem Frühstück a la Hanno geht’s allen schon mal eine ganze Ecke besser und mal sehen – vielleicht bekommt ja der ein oder andere heute noch ein par Sonnenstrahlen ab. Bis heute Abend werden aber wohl alle wieder fit sein um – wie bei Schiller üblich – ein sehr ordentliches Konzert abzuliefern.

Ein schöner Abend wird jetzt auch noch abgerundet. Keyboarder Christian feiert seit Mitternacht seinen Geburtstag. Alles Gute.
Von Aufregung und den Strapazen der letzten Stunden war absolut nichts mehr zu spüren als Schiller die Bühne in Düsseldorf betraten. Erst kurz vorher hatten sie den einzigen Probedurchlauf beendet und alles fügte sich auf einmal ineinander und passte. Trotzdem – ein Rest Anspannung blieb, denn so richtig wohl fühlte sich noch niemand angesichts des doch sehr deprimierenden Vorabends. Irgendwann aber – es muss so ungefähr auf der Bühnentreppe gewesen sein – fiel die Anspannung auf einmal komplett ab.
Schiller brachte die DVD Aufzeichnung mit Bravour hinter sich. Obwohl ständig Kameramänner um die einzelnen Bandmitglieder herumwuselten, ließ sich davon niemand beirren. Man merkte deutlich, dass sie bei diesem Konzert an die vielen Fans dachten, die auf ihre Band vertrauen und ihnen Kraft und Energie geben.

Gaben alles - Schiller (hier Mickey Meinert)
Für sie und natürlich für die Menschen in der Halle haben Schiller heute Nacht gespielt. Und wie sie spielten. Es war, als seien die letzten Konzerte nur so eine Art Vorspiel zu heute Nacht gewesen. Mickey und Tissy nutzten die gesamte Bühne aus und rockten was die Bretter hergaben.

Hoffentlich für immer auf DVD gebannt - Kims Zuneigung für Jürgen Prochnow
Kim machte das wahr, was ich ihr bis kurz vor dem Konzert nicht geglaubt habe – sie widmete „Distance“ an Jürgen Prochnow. Jetzt ist also ihre Zuneigung für Jürgen hoffentlich für alle Zeit beweisbar auf DVD gebannt.

Ab heute wieder bei uns - Moya
Für Moya war es ein sehr warmer Empfang zurück bei Schiller. Das Publikum feierte ihren Auftritt und freute sich merklich über ihre Wiederkehr. Auch Kim erntete frenetischen Jubel für jeden ihrer Auftritte und auch Thomas und Peter bekamen minutenlange Freudenbekundungen.

Der Track „Die Nacht“, der auf dieser Tour nur dieses eine mal von Thomas D. und Jette von Roth hier in Düsseldorf aufgeführt wurde, wurde neben den Auftritten von Kim zu einem der absoluten Highlights des Abends.

Feierte in und mit Düsseldorf - Christopher von Deylen